Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche, Breitscheidplatz, 10789 Berlin - Charlottenburg (1935)
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Ulrich  Hermanns Ulrich Hermanns
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Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche

Breitscheidplatz (10789 Charlottenburg)


Dieser mächtige neo-romanische Kirchenbau war die wichtigste Kirche der wohlhabenden, bis 1920 selbständigen Stadt Charlottenburg im Westen Berlins. Wilhelm II., der sich als Oberhaupt der evangelischen Kirche in Preussen Brandenburg sah und auch imer auf sein Gottesgnadentum pochte ("Wir Wilhelm von Gottes Gnaden"), mischte sich deutlich in die Planung und Austattung der Kirche ein, die er als Gedächtniskirche seinem Großvater Wilhelm I. widmen ließ. Architekt der Kirche mit dem höchsten Glockenturm aller Kirchen Charlottenburgs (131 Meter) war Franz Schwechten (1841-1924). Schwechten, aus dem Rheinland gebürtig, bevorzugte bei seinen Bauten die in seiner Heimat weit verbreiteten Stilelemente der Romanik. Die Bauzeit betrug vier Jahre von 1891 bis 1895.

Links von der Kirche erkennt man ein weiteres neo-romanisches Gebäude, in dem sich zum Zeitpunkt der Aufnahme der "Gloria-Palast" rin Großkino für 1200 Zuschauer befand. Auch dieses Gebäude war von Schwechten gebaut worden. In der Folgezeit entstanden noch einige weitere Gebäude Schwechtens im neo-romanischen Stil, so dass man in Berlin vom "Romanischen Forum" sprach. Außer der Kirchenruine sind alle diese Gebäude im Krige untergegangen.

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