Wohnhaus in Charlottenburg, Bismarckstr. 12, 10625 Berlin - Charlottenburg (1905)
hochgeladen von:
Ulrich  Hermanns Ulrich Hermanns
4107 mal angesehen.

Wohnhaus in Charlottenburg

Bismarckstr. 12 (10625 Charlottenburg)


Zur Zeit der Aufnahme war Charlottenburg noch eine eigenständige Großstadt im Westen von Berlin. Die Stadt, die 1920 nach Groß-Berlin eingemeindet wurde hieß ursprünglich Lietzow oder auch Lützow. Der brandenburgische Kurfürst Friedrich III. übereignete 1695 das Dorf und die Umgebung an seine Gemahlin Sopia Charlotte von Hannover. Friedrich III. war der brandenburgische Kurfürst, der sich 1701 in Königsberg zum König in Preussen krönen ließ. Sopia Charlotte ließ auf ihrem neuen Besitztum ein kleines Schloss, Schloss Lützenburg, errichten. Nach ihrem Tod 1705 benannte der Monarch Das Dorf Lietzow und das Schloss zu Ehren seiner verstobenen Gattin in Charlottenburg.

Das Wohnhaus zu acht Achsen und fünf Geschossen mit zwei Dachgeschossen zeigt in den mittleren drei Achsen einen symmetrischen Aufbau, währen die äußeren Achsen unterschiedlich gestaltet sind. Das Dekor der Putzfassade ist in seiner sparsamen, flachen Ornamentik deutlich dem Jugendstil verpflichtet. Das Gleiche gilt auch für die Gitter an den Balkonen. Der Mittelteil ist von einem geschweiften, zwerchhausartigen Ziergiebel überkrönt, der beiderseits von einer Volute flankiert ist.

Wie oft bei zeitgenössischen Aufnahmen finden sich auch hier eine Reihe von Passanten, die neugierig-interessiert dem Fotografen bei der Arbeit zuschauen.

Weitere Fotos von Ulrich Hermanns