Schloss Köpenick, Müggelheimer Str., 12555 Berlin - Köpenick (2011)

BERLIN: KULTUR UND HISTORIE IN RANDBEZIRKEN : Schloss Köpenick

Müggelheimer Str. (12555 Köpenick)


TEXT Schloss Köpenick und sein Ensemble mit dem Hofportal und der ev.-ref. Schlosskirche ist ein kulturgeschichtliches Juwel im süd-östlich gelegenden Bezirk Berlins, der den meisten Literaturorientierten v.a. als Ort von Zuckmayers „Hauptmann von Köpenick“ gegenwärtig ist. Dabei ist es das auf einer Insel in einer englischen Parkanlage gelegene Schloss, von den Wassern der Dahme umflossen, tief in der deutschen Geschichte wurzelnd, Herrschergebaren und höfische Riten am preußischen Hof markierend, das mit einer Dauerausstellung, die den Reichtum barocker Ästhetik in ihren etwa 500 Exponaten widerspiegelt, den Suchenden nachhaltig zu fesseln vermag: Kostbarkeiten aus Manifakturen mit Marken wie „Meißen“ und „KPM“ oder Schätze wie das vergoldete „Tafel-Silber“ aus dem Berliner Stadtschloss gehören dazu. Ganze Räume mit Holztäfelungen, Intarsienarbeiten, prächtigen Kassettendecken und einer Vielzahl kostbarer Schränke, Truhen, Stühle und Bilderrahmen führen den Betrachter vom 18. bis in das 16. Jahrhundert zurück. Hinzu kommt nach der Grund-Sanierung, die erst 2004 abgeschlossen wurde, der Zauber einer bemerkenswerten Deckenmalerei, die dem Betrachter Zugänge zur griechischen Mythologie eröffnet. Das Besondere aber an diesem Ort ist die Einheit aus Geschichte, Kultur, Natur und Ästhetik die einem begegnet und einlädt, im Schloss-Café, beim Spaziergang durch den Park oder beim Blick durch das Hofportal auf das „Alt-Köpenick“ von heute meditative Phansaien schweifen zu lassen, sobald man das Schloss verlassen hat. Die Aufnahme zeigt die Fassade zum Hof mit dem Eingang.

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