Dr. Rainer Hildebrandt im MAUERMUSEUM HAUS AM CHECKPOINT CHARLIE 1996, Friedrichstr. 43-45, 10969 Berlin - Kreuzberg (2012)

DIE BERLINER MAUER: WERT UND WERTIGKEIT DER MENSCHENRECHTE : Dr. Rainer Hildebrandt im MAUERMUSEUM HAUS AM CHECKPOINT CHARLIE 1996

Friedrichstr. 43-45 (10969 Kreuzberg)


Anlässlich der Maueröffnung vor 10 Jahren und des 85. Geburtstages des Gründers des MUSEUMS HAUS AM CHECKPOINT CHARLIE, Dr. Rainer Hildebrandt, habe ich am 14. Dezember 1999 ein Triptychon (Unikat) dem Verein zur Würdigung der geleisteten Arbeit übereignet. Auf der Rückseite ist handschriftlich von mir vermerkt: "Herr Dr. Rainer Hildebrandt hat eine Tür für die Menschenrechte geöffnet. "Diese allegorische Abbildinszenierung zeigt ihn eingerahmt von der Rückseite seines Museums. Er war tief beeindruckt und voller Freude. Ist die Wahrheit heute eher peinlich, wenn ihn die Tagespresse ihn schon vergessen ha? Das Foto zeigt eine Nachbildung des Originals.

Weitere Fotos aus dem Album "DIE BERLINER MAUER: WERT UND WERTIGKEIT DER MENSCHENRECHTE"


 

DIE BERLINER MAUER: WERT UND WERTIGKEIT DER MENSCHENRECHTE

Menschenrechte sind individuelle Freiheitsrechte. Aus unterschiedlichen historischen Ereignissen, wie der Unabhängigkeitserklärung amerikanischer Staaten (1776) und der französischen Revolution (1789) abgeleitet, kommt ihr universaler Wert in der Deklaration der Menschenrechte der UN (1948) zum Ausdruck. In Deutschland ist er im Grundgesetz verankert, in anderen demokratisch legitimierten Ländern Bestandteil in deren Verfassungen oder Rechtssystemen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg bildete er einen zentralen Wert bei der Neuorientierung für den Aufbau einer bürgerlichen Zivilgesellschaft. Im Zuge dieser Bestrebungen bildete die Teilung Deutschlands einen herben Rückschlag.

Zu den unerschrockenen Persönlichkeiten der geteilten Stadt zählt Dr. Rainer Hildebrandt (1992 Verdienstorden des Landes Berlin; 1994 Bundeverdienstkreuz I. Klasse). Mit seiner nach dem Mauerbau Anfang der 60er Jahre gegründeten „Arbeitsgemeinschaft 13. August“ und der Initiative, im Grenzkontrollbereich Friedrichstraße ein gesellschaftpolitisches und kulturgeschichtliches Zentrum, das „Haus am Checkpoint Charlie“, zu gründen, setzte er sich auf mannigfache Weise für bedrohte Menschen ein. Die Zusammenarbeit mit bedeutenden und engagierten Künstlern zur Förderung seines Projekts und seines Mauer-Museums wurde nach seinem Tode am 9. Januar 2004 nicht fortgesetzt.

Eine Verleihung des „internationalen Menschenrechtspreises“ („Dr. Rainer-Hildebrandt-Medaille“) geht auf die Initiative seiner Witwe zurück.

H.-P. Z.