Alte Wache und Zeughaus, Unter den Linden 29, 10117 Berlin - Mitte (1977)
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Frank Warda Frank Warda
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Alte Wache und Zeughaus

Unter den Linden 29 (10117 Mitte)


Der Blick geht auf der Nordseite der Straße Unter den Linden in Richtung Osten. Links das Gebäude der Alten Wache, eines Schinkelbaus aus dem Jahre 1818. Die Wache war von Anfang an nicht nur als Wachgebäude konzipiert, sondern auch als Gedenkstätte. Zunächst war die dem Gedenken der Gefallenen der Napoleonischen Krieg gewidmet. Anfang der 30er Jahre des 20. Jhdts. wurde es zu einer Erinnerungstätte für die Gefallenen des ersten Weltkriegs umgebaut. Nach der Zerstörung im Kriege und der Wiederherstellung Anfang der 60er Jahre errichtete die DDR-Regierung im Wachgebäude ein Mahnmal für "Die Opfer des Faschismus".

Seit der Wende, seit 1993, wird hier der "Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft" gedacht. Dabei hat die auf Anregung des damaligen Bundeskanzlers Kohl aufgestellte Skulptur von Käthe Kollwitz "Mutter mit totem Sohn" für Kontroversen gesorgt. Nach Auffassung der Kritiker werden durch diese Pieta große Gruppen von Opfern, Juden, Frauen,Sinti und Roma, Zwangsarbeiter, nicht berücksichtigt.

Hinter der Wache das Zeughaus aus dem 18. Jhdt., das heute Sitz des "Deutschen Historischen Museums" (DHM) ist.

Rechts im Hintergrund erkennt man den "Palast der Republik", einen riesigen Repräsentationsbau, den die DDR Regierung in der Mitte der 70er Jahre auf dem Gelände des ehemaligen Stadtschlosses der Hohenzollern errichten ließ.

Das Foto entstand anlässlich der Abschlussfahrt der Klasse einer Höheren Handelsschule im Jahre 1977 nach Berlin Ost und West.

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