Die Mutter mit ihrem toten Sohn, Unter den Linden 2, 10117 Berlin - Mitte (2016)
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Ulrich  Hermanns Ulrich Hermanns
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Album: Impressionen 2016

Impressionen 2016 : Die Mutter mit ihrem toten Sohn

Unter den Linden 2 (10117 Mitte)


Bei einem kurzen Aufenthalt nach vielen Jahren beeindruckten die großen Bauten, die renovierten historischen Gebäude, buntes Leben, Menschen und die Hektik. Festgehalten wurden ein paar Kleinigkeiten, Details aber auch die Würde des Mahnmals für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

Seit 1993 steht diese Skulptur in der Neuen Wache in Berlin. Sie ist die Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.  Diese Skulptur hatte Käthe Kollwitz unter dem Eindruck des Todes ihres 18jährigen Sohnes Peter geschaffen. Dieser Junge hatte sich freiwillig zum Kriegsdienst gemeldet und wurde zusammen mit tausenden jungen Freiwilligen in sog. Reservegroßverbänden während der Ersten Flandernschlacht kaum vierzehn Tage nach Beginn seines Einsatzes getötet.

Die Aufstellung diesr Skulptur auf Betreiben von Helmut Kohl hat zu Kontroversen geführt. Es wurde argumentiert, dass die Skulptur nur das Opfer eines Mannes zeigt, nicht die vielen Frauen und auch rassisch und politisch Verfolgten, die Krieg und Gewaltherrschaft hingemordet hatten.

Schon von Beginn an war die Neue Wache nicht nur Unterkunft für Wachsoldaten, sondern Gedenkstätte. Der Bau wurde von Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) im strengen klassizistischen Stil entworfen. Sie war zunächst Gedenkstätte für die Gefallenen der Befreiungskriege, nach einem Umbau wurde sie ab 1930 Gedenkstätte für die Gefallenen des ersten Weltkrieges. Die kommunistischen Machthaber ließen den im Krieg stark zerstörten Bau wieder aufbauen und firmierten es zu Gedenkstätte für die Opfer von Militarismus und Faschismus um, bevor das Gebäude ab 1993 seine heutige Bestimmung erhielt.

Weitere Fotos aus dem Album "Impressionen 2016"