Französischer Dom und Schauspielhaus, Gendarmenmarkt, 10117 Berlin - Mitte (1932)
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Album: Berlin 1900 bis 1910

Berlin 1900 bis 1910 : Französischer Dom und Schauspielhaus

Gendarmenmarkt (10117 Mitte)


Der Gendaremenmarkt, den manche als den schönsten Platz der Stadt bezeichnen, ist Teil der Ende des 17. und Anfang des 18. Jhdts. planmäßig angelegten Friedrichsstadt. Seinen Namen hat der Platz von den Unterkünften eines Kürassierregiments, den "Gens d´armes".

König Friedrich Wilhelm I. wies den französischen Protestanten ("Hugenotten"), die nach der Aufhebung der Religionsfreiheit in Frankreich in großer Zahl nach Preussen geflüchtet waren, die Nordseite des Platzes als Bauplatz für ihre Kirche ("Französischer Dom")an. Die Südseite des Platzes wurde der ev. lutherischen Gemeinde ("Deutscher Dom")vorbehalten. Beide Gotteshäuser erhielten wegen ihrer (später angebauten) Kuppeln den Namen Dom, was sich nicht auf Größe und Bedeutung der Kirchen bezieht, sondern von der französischen (und englischen) Bezeichnung für Kuppel "dôme" abgeleitet wurde.

An der Westseite wurde das Königliche Schauspielhaus errichtet, das nach mehreren Vorgängerbauten seine heutige Gestalt nach einem Entwurf des Architekten Karl-Friedrich Schinkel (1781-1841) erhielt. Es dient heute als Konzerthaus.

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