Gedenkstätte Neue Wache, Unter den Linden 4, 10117 Berlin - Mitte (2011)
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Ulrich  Hermanns Ulrich Hermanns
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Gedenkstätte Neue Wache

Unter den Linden 4 (10117 Mitte)


Die "Neue Wache", zu Beginn des 19. Jhdts. nach einem Entwurf von Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) errichtet, war von Anfang an nicht nur ein Wachgebäude sondern auch Gedenkstätte. Hier wurde zunächst der gefallenen Soldaten der Napoleonischen Kriege gedacht. Im Jahre 1931 wurde das Innere zu einer Gedenkstätte für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges umgestaltet. Nach der fast völligen Zerstörung im zweiten Weltkrieg erfolgte die Rekonstruktion bis 1960. Nunmehr wurde das Gebäude zu einer Gedenkstätte für die "Opfer des Faschismus". Die DDR nahm aber auch das miltärische Zeremoniell wieder auf. Bis zur Wende standen zwei Wachsoldaten vor dem Eingang und zweimal wöchentlich wurde mit klingendem Spiel der Wachwechsel zelebriert.

Nach der Wende wurde im Inneren eine Skulptur aufgestellt, eine Kopie, die der Pieta von Käthe Kollwitz ("Mutter mit totem Sohn") nachgearbeitet wurde. Gewidmet ist das Mahnmal jetzt den "Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft". Diese Neubenennung und die Ausstattung, die auf Veranlassung von Helmut Kohl durchgeführt wurde ist nicht nur wegen der Einengung auf die gefallenen Soldaten, sondern auch wegen der ästhetisch wenig gelungenen Lösung auf Kritik gestoßen.

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