Der Lützowplatz, Maaßenstr., 10777 Berlin - Schöneberg (1904)
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Ulrich  Hermanns Ulrich Hermanns
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Der Lützowplatz

Maaßenstr. (10777 Schöneberg)


Der Platz wurde benannt nach dem preussischen Kavallerie-Offizier und Freikorpskommandanten Ludwig Adolf Wilhelm von Lützow, der während der "Befreiungskriege" gegen Napoleon ein preussisches Freorps aufstellte und führte, ("Das ist Lützows wilde, verwegene Jagd!") das hinter den Linien gegen die französischen Truppen kämpfte.

Der Platz selbst liegt südlich des Landwehrkanals, der an dieser Stelle von der Herkulesbrücke überquert wird. Die Platzfläche wird etwa in Nord-Süd-Richtung von einem langen Straßenzug diagonal überquert. Dieser planmäßig in den 80er Jahren des 19. Jhdts. angelegte Straßenzug führt vom Winterfeldtplatz vorbei an der römisch-katholischen St. Mathias-Kirche über den Nollendorfplatz und den Lüzowplatz, weiter über die Herkulesbrücke, die Klingelhöferstr., die Hofjägerallee (Tiergarten) bis zum Großen Stern.

Der Blick über den Platz geht vom Landwehrkanal und der Herkulesbrücke (unten) durch die Maaßenstraße (heute Einemstr.) zum Nollendorfplatz, auf dem schemenhaft die Kuppel des 1902 erbauten U-Bahnhofs zu erkennen ist. Rechts dahinter der bis zur Zerstörung spitze Turm von St. Mathias.  Die Skulpturengruppe auf dem Platz ist Teil eines Herkulesbrunnes, der 1903 hier errichtet wurde und der im Kriege zerstört wurde. 

Anm: Die hellen Flecken, Beschädigungen des alten Fotos, wurden aus Gründen der Authentizität nicht entfernt.

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