Villa Max Liebermann, Colomierstr. 3, 14109 Berlin - Wannsee (2012)
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Reiner Schlottmann Reiner Schlottmann
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Villa Max Liebermann

Colomierstr. 3 (14109 Wannsee)


Liebermann-Villa am Wannsee - Künstlerhaus, Garten und Museum 1909 ließ sich Max Liebermann ein Sommerhaus am Wannsee bauen, das er stolz sein „Schloß am See“ nannte. Hier fand er die nötige Ruhe von dem Betrieb der Großstadt und die entscheidenden Motive für sein Spätwerk. Mehr als 200 Gemälde entstanden in dem nach eigenen Ideen gestalteten fast 7000 Quadratmeter großen Garten. Nach der denkmalgerechten Wiederherstellung von Haus und Garten ist die Liebermann-Villa seit 2006 dauerhaft als Museum für Besucher geöffnet. Eine Kunstausstellung im Obergeschoss zeigt Gemälde, Pastelle und Grafiken Max Liebermanns. Im Mittelpunkt stehen dabei seine in Wannsee entstandenen Werke: Bilder von der Blumenterrasse, vom Staudengarten sowie vom Birkenhain und der sich zum Wannsee erstreckenden großen Rasenfläche. Die Ausstellung bietet dem Besucher damit die einmalige Möglichkeit, die Werke Liebermanns am Ort ihrer Entstehung und in unmittelbarer Nähe zu ihren Motiven zu erleben. Es genügt ein Blick aus dem Fenster um die Unmittelbarkeit der Blumenpracht, die den Künstler inspirierte selbst zu erfahren. Im Erdgeschoß informieren eine Dokumentationsausstellung sowie eine Medieneinheit über das Leben der Familie Max Liebermanns und über das wechselvolle Schicksal des Hauses. Die Besucher bekommen einen Eindruck davon wie die Räume zu Lebzeiten des Künstlers ausgesehen haben. Der Garten ist heute so wiederhergestellt, wie Max Liebermann ihn damals unterstützt von dem Leiter der Hamburger Kunsthalle, Alfred Lichtwark, plante. Besondere Anziehungspunkte sind hier historische und selten gewordene Pflanzen, wie z.B. die Tithonie, und der Gemüsegarten, in dem - wie früher überall - Kohl, Bohnen und Tomaten wachsen. Vor allem die für Liebermanns Gartenkonzept typische Verbindung von Gemüse- und Staudengarten ist es, die den heutigen Besucher fasziniert. Durch Farbenpracht und große Vielfalt vermag sie Geist und Sinne auf ganz unmittelbare Weise anzuregen. Auf der Gartenterrasse der Villa kann man den Blick über Garten und Wannsee schweifen lassen und bei warmen oder kalten Getränken und Kuchen aus dem Café Max die besondere Atmosphäre von Max Liebermanns „Schloß am See“ genießen. Max Liebermann (* 20. Juli 1847 in Berlin; † 8. Februar 1935 ebenda) war ein deutsch-jüdischer Maler und Grafiker. Er gehört zu den bedeutendsten Vertretern des deutschen Impressionismus. Nach einer Ausbildung in Weimar und Aufenthalten in Paris und den Niederlanden schuf er zunächst naturalistische Werke mit sozialer Thematik. Durch die Beschäftigung mit den französischen Impressionisten fand er seit 1880 zu einer lichten Farbigkeit und einem schwungvollen Farbauftrag, der sein Hauptwerk prägt. Sein Schaffen steht symbolisch für den Übergang von der Kunst des 19. Jahrhunderts hin zur Klassischen Moderne zur Zeit des Wilhelminismus und der Weimarer Republik. Diesen Wandel förderte er als Präsident der Berliner Sezession. Von 1920 bis 1933 leitete er die Preußische Akademie der Künste, bevor er infolge der nationalsozialistischen Einflussnahme auf die Kunstpolitik zurücktrat. Seine letzten beiden Lebensjahre verbrachte er zurückgezogen in seiner Heimatstadt Berlin.

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